„I’m agricultural teacher!“

Dieser Satz ist das Juwel im ansonsten nicht so schillernden Englisch des Alten, der mich durch Phimai schleift. Und er sagt ihn gerne. Zehnmal. Mindestens.

Nach Phimai in Nordostthailand (Isaan) bin ich durch Khorat gekommen, welches wiederum meine erste Station nach Bangkok war. Hier hielt es mich zwar nur eine Nacht, dafür allerdings genau zum richtigen Zeitpunkt: Momentan findet dort das jährliche Festival zu Ehren der Lokalheiligen Suranaree statt. Es gibt einiges zu sehen auf diesem Jahrmarkt, für die Thais unter anderem mich; in Isaan ist man als „farang“ (Weißer) eine deutlich seltenere Erscheinung als anderswo.

In Phimai dann stehen Angkor Wat in klein, ein tausendjähriger Baum, der aussieht wie ein Wald und ein nettes Guesthouse mit einem Ami, einem Franzosen und zwei Deutschen. Entspannt. Nach zwei Tagen will ich weiter, die Frage ist nur: Wohin?! Entscheidungsfreiheit ist auch anstrengend: Nach Norden, wohl noch untouristischer? Nach Osten, mehr Tempel? Oder doch an die Südostküste, Inseln? An der Bushaltestelle entscheide ich mich für die Inseln.

Und auf so einer sitze ich jetzt. Koh Mak heißt sie, ist klein, relativ untouristisch und -entwickelt (bspw. kein Geldautomat). In den letzten vier Tagen habe ich in meinem Bungalow am Strand ordentlich gechillt und mich über die Entscheidung gefreut, hierherzufahren. Ich habe auf einem geliehenen Motorroller die Insel erkundet, im badewannenwarmen Meer geplanscht und weitere interessante Leute getroffen: Ein italo-spanisches Paar mit Ökotouri-Hof auf Malle, irische Langzeittraveller (seit 8 Jahren unterwegs), einen Ex-Hawaiianer, der jetzt in China Englisch lehrt…

Morgen geht’s wieder an Land, noch eine Nacht in Bangkok verbringen und dann mit dem Nachtzug nach Chiang Mai im Norden, bisschen trekken. Ansonsten geht’s mir ziemlich gut, ist aber auch nicht schwer auf so ’ner Insel. Störend war nur ein völlig unerwarteter Hundebiss, der aber zum Glück „no serious problem“ darstellt; so zumindest der Thai-Doktor.

Langsam gewöhne ich mich an das Alltägliche am Reisen und werde etwas forscher, was bspw. das Feilschen angeht. Läuft. Und weniger Text ging leider nicht. Das kommt aber bestimmt mit der Zeit sowieso.

Macht’s gut und danke fuer die lieben Kommentare!

PS: Gepostet hab ich diesen Beitrag erst wieder vom Festland aus. Internet auf Inseln ist eher nicht so.