In Abständen veröffentliche ich hier unter der Rubrik „Zweidrittelwahrheit“ Links zu drei Artikeln. Zwei davon haben etwas gemeinsam, ein dritter tanzt aus der Reihe. Oft, aber nicht immer sind die Gemeinsamkeiten leicht zu entdecken. Interessant sind die Texte alle – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.

Heute: Verwandte, die man nicht mehr verstehen kann/will; Abkürzungen, die die Abkürzenden entlarven, und die Nachwirkungen einer viralen Spendenaktion.

1/3 – „Mein Cousin. Der Feind, den ich liebte“
(Blogrebellen, Daniel Köhler)

„Sein Lieblingswort war ‚Aber‘. Er liebte Eisenbahnen. Das habe ich nie verstanden, aber er konnte es erklären. Mein Cousin konnte alles erklären. Ich habe ihn dafür geliebt. Ich war 14 Jahre alt. Heute ist mein Cousin ein glühender Anhänger der PEGIDA.“

2/3 – “ Die Akronymisierung des Abendlands“
(zweifelturm, Philip Meinhold)

„Gleichzeitig dient das Kurzwort [PEGIDA] der Verschleierung und Verharmlosung des Gemeinten: Ist der Name ‚Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands‘ bereits in seiner vollen Schönheit ein Euphemismus für das plumpe ‚Ausländer raus!‘ bekennender Rechter, so macht es die Verkürzung erst recht zum Diminutiv einer menschenfeindlichen Haltung.“

3/3 – „Was bleibt vom Eis?“
(tagesschau.de, Samuel Jackisch)

„220 Millionen Dollar wurden gespendet, also in etwa der Staatshaushalt Eritreas für ein ganzes Jahr. Davon profitierten viele kleine Projekte weltweit, allein die Hälfte des Geldes ging jedoch an die Washingtoner Hilfsorganisation ALS Association. Die wusste zunächst nicht wohin mit dem Geld […]“