In Abständen veröffentliche ich hier unter dem Namen „Zweidrittelwahrheit“ Links zu drei Artikeln. Zwei davon haben etwas gemeinsam, ein dritter tanzt aus der Reihe. Oft, aber nicht immer sind die Gemeinsamkeiten leicht zu entdecken. Interessant sind die Texte alle – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.

Heute (Premiere!): Eine Diskussion über Diskussionen und ein US-Text zur Einkommensverteilung, der interessante Deutschland-Europa-Vergleiche zulässt.

1/3 – „Wenn der Leser zum Tier wird“
(Tagesschau.de, Bettina Less)

„Die meisten Nutzer richten sich danach, was die Gruppen-Norm vorgibt  – also danach, was ‚alle anderen‘ auf einer Online-Plattform auch machen. Dann entsteht eine ähnliche Dynamik wie bei Fußball-Hooligans – oder auf Seminaren und Konferenzen.“

2/3 – „Die ARD will wie die Süddeutsche zur ‚gelenkten Öffentlichkeit‘ übergehen“
(Telepolis, Florian Rötzer)

„Das Publikum ist [bei tagesschau.de] kein freiwilliges, sondern zwangsverpflichtet, die öffentlich-rechtlichen Medien zu finanzieren. Dafür könnten die Bürger nicht nur das Recht auf informationelle Grundversorgung […] erwerben, sondern auch den [sic!], ernst genommen zu werden und sich äußern zu dürfen“.

3/3 – „Inequality, Unbelievably, Gets Worse“
(New York Times, Steven Rattner)

„Before the impact of tax and spending policies is taken into account, income inequality in the United States is no worse than in most developed countries and is even a bit below levels in Britain and, by some measures, Germany. However, once the effect of government programs is included in the calculations, the United States emerges on top of the inequality heap.“